grüner Alltagsreigen (Ausschnitt)

Bilder

Türfüllungen  1992 - 2004

Zu den Arbeiten von Karin Lisbeth Meyer

Nichts mehr und nichts weniger.

Einfach so.

Es ist ein neugieriges Spiel,

Sogar ein göttliches Spiel.

Ein Spiel, das Leben sich nennt.

Karin Lisbeth Meyer

 

 


Trilogie 1992      Blauer/Grüner/Brauner Alltagsreigen   200x80cm(3x)  Oel/Lack auf Leinwand auf Sperrholz

 

Bandartige Strukturen durchqueren (…) die Bildoberfläche, ohne Anfang und ohne Ende, dahinfliessend. Auf den zweiten Blick erkennt man, dass die scherenschnittähnlichen Gebilde aus lauter kleinen Menschen bestehen, deren Extremitäten sich berühren. Die Abfolge von miteinander verbundenen Körpern erinnert an den unaufhörlichen Fluss des Lebens, an die Kontinuität der menschlichen Existenz.

 

Schwarze und weisse geometrische Strukturen bilden die Grundstruktur der Arbeit „Zeltstadt“, deren pastose Oberfläche unregelmässig ist. Die textilartige Behandlung sowie der Titel (…) verweisen auf das Nomadisieren, auf das stete Herumziehen mit dem eigenen Haus und in einem weiteren Sinn wohl auch auf die Strukturen der Gesellschaft, die einer ständigen Bewegung unterworfen sind.

(…)

Karin Lisbeth Meyer beschäftigt sich in ihren (…) Arbeiten mit dem Erfassen von Zusammenhängen zwischen Individuum und Masse, persönlichem Alltag und traditionell vorgegebenen Strukturen. Die Gegenüberstellung der persönlichen Biographie mit Elementen aus dem Bereich der traditionellen Frauenrolle begleitet sie auf der Suche nach der eigenen, von Klischeevorstellungen losgelösten Welt.

 

Auf formaler Ebene übersetzt die Künstlerin dies mit der Umwandlung von normalerweise für Trachtenhauben verwendeten Spitzenmustern in die oben erwähnten menschlichen Figuren. Die abstrakte Klöppelstrukturen erhalten eine neue Lebendigkeit, die traditionellen Schemata werden aufgelöst und die „scheinbar heilige Spitzenklöpplerin“ zur selbstbestimmenden Frau.

 

Quellen aus der Volkskunst, Scherenschnitte zum Beispiel, bilden einen wichtigen Bestandteil von Karin Lisbeth Meyers, nicht nur in formaler, sondern ebenfalls in inhaltlicher Hinsicht. Auch hier stellt sie die Frage nach herkömmlichen Strukturen und deren Neuinterpretation.

Türen als Durchgangszonen, als Ort für das Kommen und Gehen, aber auch als Reibungsfläche für verschiedene Welten thematisiert die Künstlerin in mehrteiligen, hochformatigen Arbeiten. Sie interessiert sich für die Zwischenzonen, für die Momente bei denen eine Begegnung neue Entdeckungen verspricht. Karin Lisbeth Meyer entwirft in ihren Arbeiten eine Welt, die sich nicht radikal von herkömmlichen Strukturen befreit hat, sondern vielmehr analysiert, miteinbezieht, Zusammenhänge herstellt, um so das Wesentliche erfahren zu können.                                                                  

Hedy Graber, Kunsthistorikerin, Aus dem Katalog "Türfüllungen"

 

 

Triptychon 1995    Sie nimmt das Kreuz mittragen/Schmerz-Trauer/Tot,tot,Schmetterling, lustig's Ding  200x80cm(3x)     Oel auf Leinwand auf Sperrholz

 

 

 

Trilogie 1993  Die Gs(ch)ichtsloseI/II/III    200x80(3x)     Oel auf Leinwand auf Sperrholz

 

 

 

Escapade  1996    200x80cm     Oel/Pigment auf Leinwand auf Sperrholz

Rencontre 1996    200x80cm     Oel/Pigment auf Leinwand auf Sperrholz

 

 

 

Chute    1996     200x80cm   Oel auf Leinwand auf Sperrholz

Artemis 1997     200x80cm   Oel auf Leinwand auf Sperrholz

 

 

 

Objekte

Lehmobjekte aus früheren Jahren bis Heute